
Im Zusammenhang mit den Kampfkünsten bewirkt die meditative Konzentration den Erwerb von Techniken, die die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit erhöhen und Körper und Geist schneller regenerieren. Beim Fortschreiten der meditativen Praxis kommt es jedoch erst zur eigentlichen Verbindung von Kampfkunst und Meditation. Beherrsche ich die Grundlagen von beidem kann ich es zu Meditation in Bewegung verbinden, so dass sich die körperlichen Fertigkeiten und die geistigen Potenziale zu einer Einheit verbinden, die einen beides jeweils intensiver erleben lässt.
Die Energiearbeit Qi Gong - oder auch andere Formen der Energiearbeit - bewirken an sich eine Stärkung von Körper und Geist, indem die Energie so gelenkt wird, dass sie beides stützt und erweitert. Aber es besteht auch eine Verbindung zu Kampfkunst und Meditation. Die Meditation wird vertieft und der Rahmen ihrer Möglichkeiten erweitert, wenn ich lerne, in der Meditation Energie zu erspüren und später auch, sie zu lenken. Zudem beruhigt und löst die Energeiarbeit auch Aufregung und Ängste, zielt somit in genau die gleiche Richtung wie die Meditation. Die Kampfkunst profitiert ebenfalls unmittelbar, denn das Erspüren der Energieflüsse ermöglicht gesündere und effizientere Bewegungsabläufe, ihr späteres Lenken dann eine Intensivierung aller körperlichen und geistigen Tätigkeit sowie, im Hinblick auf eine Selbstverteidigungssituation, den nach außen gerichteten Einsatz von Chi, um eine Auseinandersetzung schnell beenden zu können.